Betreuung von Krötenzäunen

Natur zum Anfassen

Krötenzaun an der Holztrift in Sachsenhagen
Krötenzaun an der Holztrift in Sachsenhagen

In Deutschland leben 20 Amphibienarten. Die Mehrheit von ihnen begibt sich auf Wanderschaft. Molche wandern nur wenige Meter. Erdkröten legen dagegen oft mehrere Kilometer zurück. Die Tiere kehren jeden Frühling zurück zu ihrem Geburtsgewässer, um sich zu paaren und Eier abzulegen. Dahin führt sie ein inneres Navigationssystem. Nur wenn es das Gewässer nicht mehr gibt, müssen sie sich ein Neues suchen.

 

Wildtiere zu stören oder gar einzufangen, ist eigentlich verboten. Beim Amphibienschutz im Frühjahr ist das aber unvermeidlich und geschieht natürlich nur zum Besten der Kröten, Frösche und Molche. Wer den Tieren über die Straße hilft, kommt ihnen hautnah.

 

Die Wanderlust der meisten Arten ist nicht nur vom Wetter abhängig, sondern ebenso von der Tageslänge und der hormonellen Entwicklung. Der März ist der Hauptwandermonat. Sobald die Nachttemperaturen bei plus fünf Grad Celsius und mehr liegen, kommen Frösche, Kröten und Molche in Hochzeitsstimmung. Wenn sie auf dem Weg zu den Laichgewässern Straßen überqueren müssen, können ganze Populationen den Verkehrstod erleiden.

 

Obwohl mehr und mehr Straßen feste Amphibientunnel erhalten, gibt es bundesweit immer noch tausende Stellen, an denen Naturschützer Leitzäune aufstellen. Zusätzliche helfende Hände sind immer willkommen.

 

Zunächst müssen Zäune aufgestellt werden. Stehen diese, müssen sie jeden Tag kontrolliert werden, am besten morgens und abends. In regelmäßigen Abständen sind Eimer in der Erde verbuddelt, in denen die Tiere dann unwiederbringlich landen. Von dort werden sie in Transporteimer umgefüllt und über die Straße getragen. In der Regel notieren die Helfer dabei auch Anzahl, Arten und Geschlechter.