Unser Wald im Zeichen des Klimawandels

Waldwanderung September 2019

Rodung des vertrockneten Baumbestandes am Düdinghäuser Berg
Rodung des vertrockneten Baumbestandes am Düdinghäuser Berg

Am Samstag, den 14. September 2019 führte Hans-Heiner Böttcher Interessierte entlang des Düdinghäuser Berges.

 

Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen, auch unser Wald  bekommt das zu spüren. Häufigere und stärkere Stürme, die extreme Trockenheit seit dem Jahr 2018 und fortdauernde Massenvermehrungen von Insekten und anderen Organismen belasten den Wald.

 


Das Absterben bestimmter Baumarten führt zu einer Entmischung strukturreicher Waldbestände und trägt mit dem Absterben ganzer Bestände zum Artensterben bei.

Das Klima ändert sich schneller, als sich unser Ökosystem Wald darauf einstellen kann. Mit der naturnahen Waldwirtschaft versuchen die Förster und Waldbesitzenden seit Jahrzehnten die Wälder umzubauen.

Durch extreme Trockenheit wird die Gefahr von Waldbrände immer häufiger und größer. 

 

 

 

Mehr Mischbaumarten, mehr Laubbäume, mehr Biodiversität würden unsere Wälder langfristig stabil machen.

Wälder sind jedoch Ökosysteme, die dafür mehrere Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte benötigen. 

Für die Wiederbewaldung gerodeter Flächen benötigt man waldbauliches Geschick, Sensibilität, Augenmaß und einen langen Atem, ein Generationenprojekt. 

 

Insekten und Pilze vermehren sich, begünstigt durch den Trockenstress der Bäume, so stark, dass ihr Fraß ganze Waldflächen mit wertvollen Nadel- und Laubhölzern zum Absterben bringen kann.

 



Nicht überall sind geeignete Samenbäume vorhanden bzw. zeigen die Erfahrungen, dass auf zusammengebrochene Fichtenbestände oft wieder Fichtenbestände aus üppiger Naturverjüngung folgen. Das kann aber keine erfolgversprechende Option vor dem Hintergrund des Klimawandels sein, berichtete der ehemalige Förster.

Ergänzungen mit Mischbaumarten sind erforderlich. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Auswahl der Forstpflanzen. Es müssen Bäume gepflanzt werden, die auf der jeweiligen Pflanzfläche den dortigen klimatischen Veränderungen am besten angepasst sind.

2018 sind bundesweit rund 120.000 Hektar Waldbestände verloren gegangen - aber noch viel mehr Kahlflächen drohen. Der Wald, der das Klima schützen sollte, leidet oder stirbt unter den Folgen des Klimawandels. Mittlerweile betrifft diese Entwicklung nicht nur Nadelbäume, sondern auch Laubbäume. 

 

Eindrücke der Waldwanderung